Es war ein stattliches Paket, das sich der frühere Valiant-Chef Michael Hobmeier sicherte: 1,78 Millionen Franken sprach ihm der Verwaltungsrat unter Präsident Jürg Bucher zu, obwohl Hobmeier die Bank bereits vor einem Jahr verlassen hatte. Mehr als die Hälfte davon resultierte aus Bonusansprüchen aus den letzten drei Jahren.

Hinter der Zahlung stand ein heftiger Kampf zwischen den Kontrahenten. «Wir haben uns rechtlich beraten lassen, und die juristische Prüfung hat ergeben, dass ihm die Beträge arbeitsrechtlich geschuldet sind», bestätigt Valiant-Sprecher Stephan Michel.

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Ausgangspunkt der Prüfung war die Ankündigung Hobmeiers an der GV 2011, für das Jahr 2010 auf seine variablen Lohnanteile zu verzichten. Intern, so berichteten Führungskräfte, habe er aber zusätzlich verkündet, auch für die Jahre 2011 und 2012 auf einen Bonus zu verzichten. Doch es fanden sich trotz intensiver Suche keine arbeitsrechtlich belastbaren Belege für diese Aussage. So blieb Bucher keine Wahl, als die gesamten variablen Lohnanteile von 924'000 Franken für die Jahre 2011 bis 2014 auszuzahlen.