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Valiant fliessen Kundengelder ab

Das Finanzinstitut Valiant muss einen tieferen Reingewinn verbuchen. (Bild: Keystone)

Das anhaltend tiefe Zinsniveau beschert dem Finanzinstitut einen leicht tieferen Reingewinn. Zudem hat Valiant derzeit an der Kundenfront zu kämpfen.

Veröffentlicht am 06.03.2013

Die Bankengruppe Valiant hat 2012 weniger Gewinn erzielt. Mit 127 Millionen Franken lag der Reingewinn ein halbes Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres. Operativ fiel das Jahresergebnis der Berner Regionalbankengruppe allerdings deutlich schlechter aus als 2011.

Der Bruttogewinn betrug 152,8 Millionen Franken und lag damit 10 Prozent unter dem Vorjahresergebnis, wie Valiant mitteilte. Die Erträge fielen in sämtlichen Geschäftsbereichen niedriger aus als noch 2011. Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft ging um 10 Prozent auf 279,1 Millionen Franken zurück. Der Rückgang ist gemäss Valiant auf das anhaltend tiefe Zinsniveau sowie den Verkauf der Tochtergesellschaft Revi-Leasing und Finanz AG zurückzuführen.

Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft warf 67,3 Millionen Franken und damit 6,6 Prozent weniger ab, der Gewinn aus dem Handelsgeschäft ging um 16,3 Prozent auf 14,5 Millionen Franken zurück. Die Bankengruppe verwaltete Ende 2012 mit 17,3 Milliarden Franken zudem 0,6 Prozent weniger Kundengelder als im Vorjahr. Valiant führt diesen Rückgang in der Mitteilung auf die Auflösung von Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Kunden zurück. Die Kundenausleihungen nahmen demgegenüber um 0,5 Prozent auf 21,5 Milliarden Franken zu.

An der Generalversammlung stellen sich der Chef des Schweizer Geschäfts des Lebensversicherers Swiss Life, Ivo Furrer, sowie der Wirtschaftsanwalt Christoph B. Bühler zur Wahl in den Verwaltungsrat von Valiant. Dieser wird seit Anfang Jahr vom ehemaligen Post-Chef Jürg Bucher präsidiert.

(muv/vst/sda)

 

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