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Valora bringt weniger Panini-Bilder an den Mann

Panini-Bilder: Weil die Schweiz nicht an der Euro dabei ist, kann Valora weniger Sticker verkaufen. (Bild: Keystone)

Die verpasste Qualifikation der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft für die «Euro 2012» wirkt sich auf die Umsätze von Valora aus: Das Unternehmen verkaufte im Vorfeld der Endrunde weniger Panini-Bi

Veröffentlicht am 08.06.2012

Der Detailhandelskonzern Valora geht im laufenden Jahr von einem deutlich tieferen Gewinnbeitrag aus dem Verkauf der Panini-Fussballbilder aus. Valora rechne mit einem Ebit-Beitrag in der Höhe von 3 bis 4 Millionen Franken, sagte Unternehmenssprecher Mladen Tomic.

Anlässlich der WM vor zwei Jahren erzielte Valora aus dem Verkauf der Bilder noch einen Betriebsgewinn von rund 6 Millionen Franken. Als 2008 die EM in der Schweiz und Österreich stattfand, lag der Umsatz gar bei 50 Millionen Franken und trug rund 9 Millionen Franken zum operativen Gewinn bei.

Die Situation auf dem Schweizer Markt sei äusserst kompetitiv, da auch andere Detailhändler im Verkauf tätig seien, sagte Tomic im Gespräch mit der Finanznachrichtenagentur AWP. Einfacher ist die Situation in Österreich, wo Valora Grosshändler ist und die Bilder exklusiv anbieten kann.

Aktien unter Abgabedruck

Belastet werden die Verkäufe von der geringen Euphorie in den beiden Ländern. In diesem Jahr haben sich weder die Schweiz noch Österreich für die europäische Endrunde qualifiziert. Valora will aber in den nächsten Tagen mit Verkaufsaktionen auf die schwächere Nachfrage reagieren und hofft, so den Absatz zu steigern.

An der Börse stehen die Titel am Freitag im frühen Handel unter Abgabedruck. Das Aktienresearch der UBS hat das Kursziel für die Titel auf 215 von 175 Franken reduziert. Gegen 10.45 Uhr verlieren die Titel fast zwei Prozent auf 170 Franken. Der breite Gesamtmarkt, gemessen am SPI, büsst derweil 0,56 Prozent ein.

(muv/tno/sda)

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