Der Kioskbetreiber Valora hat den Aussenumsatz 2012 um 12,1 Prozent auf 3,32 Milliarden Franken gesteigert.  Wie das Unternehmen mitteilte, trugen die zugekauften Ditsch/Brezelkönig und Convenience Concept wesentlich dazu bei. Der Nettoerlös, bei dem die Erlöse der Franchisenehmer nicht eingerechnet sind, legte um 1,1 Prozent zu auf 2,85 Milliarden Franken zu.

Wegen der Zukäufe sackte jedoch der Reingewinn um 20 Prozent ab: Er belief sich noch auf 45,7 Millionen Franken und lag damit 11,6 Millionen tiefer als im Vorjahr. Schuld war der gestiegene Zinsaufwand wegen der erhöhten Verschuldung. Das Betriebsergebnis (Ebit) der Gruppe lag bei 65,8 Millionen Franken und damit um 6,7 Prozent unter dem Vorjahr.

Das Geschäft mit den Salzbrezeln hat Valora im vergangenen Geschäftsjahr bereits 50 Millionen Franken in die Kassen gespült. Das Betriebsergebnis des im vergangenen November zugekaufte Dietsch/Bretzelkönig erreichte 7 Millionen Franken, wie Valora mitteilte.

Höhere Dividende

Die neu erworbene Gesellschaft wurde im vierten Quartal zum ersten Mal konsolidiert. Bretzelkönig verfügt über 230 Standorte in Deutschland und in der Schweiz.

Unter den drei Sparten trugen sowohl Retail als auch Trade zum Umsatzplus bei, die Sparte Services musste aufgrund des schwachen Pressemarktes sowie Veräusserungen von Geschäftsteilen ein Umsatzminus hinnehmen.

Valora hat die Erwartungen der Analysten beim Umsatz getroffen, beim Ebit übertroffen, unter dem Strich aber verfehlt. Trotz des tieferen Gewinns wird der Generalversammlung eine erhöhte Dividende von 12,50 Franken je Aktie vorgeschlagen. Im Vorjahr wurden 11,50 Franken gezahlt.

(tno/rcv/aho/sda)

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