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Valora verkauft Tochter nach zwei Jahren

Valora: Dem Entschlankungskurs der Kette fällt der Westschweizer Kioskbetreiber zum Opfer.Keystone

Vor gerade einmal zwei Jahren hat sich Valora den wichtigsten Kioskbetreiber der Westschweiz unter den Nagel gerissen. Nun wandert das Business nach Deutschland ab.

Veröffentlicht am 24.06.2016

Die Kioskbetreiberin Valora verkauft das Logistik- und Distributionsgeschäft von Naville an den deutschen Mediendienstleister 7Days. Die Übernahme erfolgt rückwirkend auf den 1. März 2016.

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Valora erwartet einen Geldzufluss von rund 23 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Die 7Days Gruppe mit Sitz in Frankfurt werde einen nahtlosen Übergang aller Mitarbeitenden sicherstellen. Dem Deal müssen noch die Wettbewerbsbehörden zustimmen.

Meilenstein für Neuausrichtung

Valora hatte Naville 2014 für 90 Millionen Franken übernommen. Naville ist der wichtigste Kioskbetreiber der Westschweiz. Der Bereich Retail mit rund 180 Verkaufsstellen sei im vergangenen Geschäftsjahr erfolgreich in die Valora integriert worden, heisst es im Communiqué.

Der Verkauf des Logistik- und Distributionsgeschäfts von Naville stelle den letzten bedeutenden Meilenstein der Neuausrichtung der Valora Gruppe dar. Das strategische Ziel ist es, die Profitabilität des internationalen Netzwerks von rund 2500 Verkaufsstellen weiter zu steigern und die Nutzung der eigenen integrierten Wertschöpfungsketten auszubauen.

Dritte Transaktion an 7Days

Mit 7Days Media hatte Valora bereits zwei weitere Transaktionen geschlossen. 2014 hatte Valora sein Pressevertriebsgeschäft an die Presse-Vertriebs-Gesellschaft (PVG) verkauft, die sich mehrheitlich im Besitz von Thomas Kirschner befinden. Dieses wurde in Folge in 7Days Media umbenannt. Im April 2015 hatte Valora zudem die Warenlogistik von Retail Schweiz ausgegliedert und Verträge mit 7Days geschlossen.

(sda/cc)

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