Für Daniel Vasella sind die USA der ideale Ort für einen Rückzug. Das Land sei zukunftsorientiert, von den Menschen her und landschaftlich vielfältig, sagt er in einem Interview mit dem «Blick». Er habe mit seiner Familie bereits früher dort gewohnt und habe sich immer wohlgefühlt, so der abgetretene Verwaltungsratspräsident von Novartis.

Die Kritik an seiner Abgangsentschädigung von 72 Millionen Franken sei für den Umzug nicht entscheidend gewesen. Vasella er sagt auch: «Die Welle der Kritik werde ich nicht vermissen.»

Wo er sich in den USA niederlassen wird, will Vasella nicht bekanntgeben. Das sei aufgrund der wiederholten Attacken fundamentaler Tierschützer gegen ihn zu gefährlich. «Die USA bieten viele berufliche Möglichkeiten – und mir selber Anonymität», so Vasella. Das Land sei gegenüber Neuankömmlingen zudem sehr aufgeschlossen, sagt er dem Boulevardblatt.

Leicht verbittert

Etwas verbittert zeigt sich der 59-Jährige dennoch. Angesprochen auf die Kritik der letzten Wochen erklärt er, es stimme ihn traurig, dass das Erreichte deswegen scheinbar vergessen ging. «Aufgrund einer nie vollzogenen Zahlung, auf die ich zudem verzichtete.»

Beim Kurznachrichtendienst Twitter wird das Interview bereits heftig diskutiert. Und Vasella kommt dabei nicht gut weg - ebenso der «Blick». «Maximal neutral, nicht im Ansatz kritisch», schreibt ein Nutzer über das Interview.

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(se/tno)