Die Prämieneinnahmen der Versicherungsgruppe Vaudoise sind im ersten Halbjahr 2011 gegenüber dem Vorjahr um fast die Hälfte auf 987,8 Millionen Franken zurückgegangen. Dennoch konnte das Unternehmen den Gewinn um 3,7 Prozent auf 58,5 Millionen Franken steigern.

Der Rückgang der Prämieneinnahmen ist zu einem wesentlichen Teil auf die italienische Steueramnestie zurückzuführen. Diese führte im vergangenen Jahr zu überdurchschnittlich hohen Einnahmen bei den Lebensversicherungen. Die verdienten Prämien brachen nun von 1,43 Milliarden Franken auf 457,2 Millionen Franken ein, wie aus dem Halbjahresergebnis hervorgeht.

Im Nichtleben-Geschäft stiegen die Prämieneinnahmen hingegen leicht auf 336,8 Millionen Franken. Die massive Aufwertung des Frankens hat Vaudoise nach eigenen Angaben gut verkraftet, da sie sich gegen Währungsschwankungen absichere.

CEO Philippe Hebeisen bezeichnet das Ergebnis als «gut». Die gute Entwicklung sei auf ein über dem Schweizer Markt liegendes Prämienwachstum im Nichtleben-Bereich und eine äusserst günstige Schadenquote zurückzuführen sowie auf eine vorsichtige, der Risikotragfähigkeit angepasste Anlagepolitik.

Im Ausblick geht die Gruppe davon aus, dass im zweiten Halbjahr das versicherungstechnische Ergebnis ohne Finanzergebnisse erneut ein «hervorragendes» Niveau erreichen dürfte. Insgesamt dürften die Ergebnisse im Gesamtjahr 2011 jedoch unter den Resultaten des Vorjahres liegen, heisst es weiter.

(rcv/sda/tno)