Bei der Immobiliengesellschaft Züblin kommt es zu personellen Veränderungen, nachdem der russische Investor Viktor Vekselberg seinen Anteil am Unternehmen ausgebaut hat. Man sei darüber informiert worden, dass Vekselberg über seine Investitionsgesellschaft Lamesa ein grösseres Aktienpaket von der bisherigen Grossaktionärin, der Forum-Gruppe, übernommen habe, teilt Züblin am Dienstag mit.

Gleichzeitig habe Lamesa ein Angebot für die von der Forum-Gruppe gehaltene französische Pflichtwandelanleihe zum Bezug von Aktien der französischen Züblin-Tochter unterbreitet.

Firmenchef Schefer kündigt auf Ende Juli

In der Folge ist Andrew Walker, Vertreter der Forum-Gruppe, per sofort aus dem Verwaltungsrat von Züblin Immobilien und der Tochter Züblin Immobilière France zurückgetreten. Aufgrund der Mehrheitsverschiebungen stellt auch Verwaltungsratspräsident Pierre Rossier sein Amt zur Verfügung: Er habe entschieden, sich an der heutigen ordentlichen Generalversammlung nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung zu stellen, so die Mitteilung.

Im Anschluss an diese Ereignisse hat auch Unternehmenschef Bruno Schefer vertragskonform seinen Arbeitsvertrag per Ende Juli 2014 gekündigt – «um Züblin einen Neuanfang zu ermöglichen», wie es heisst.

Mit Strategieänderung nicht einverstanden

Vekselberg ist nach der Aufstockung grösster Aktionär von Züblin mit einem Anteil von 33 Prozent (vorher 16 Prozent). Er hatte in einer Mitteilung vom Vorabend die Wahl eines neuen VR-Präsidenten und eine Bestellung des Gremiums mit «mehrheitlich unabhängigen» Mitgliedern gefordert. Nicht einverstanden erklärte sich der russische Investor zudem mit der jüngsten Strategieänderung des Unternehmens, die den Verkauf des Schweizer Liegenschaftenportfolios vorsah.

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Die Titel der Immobiliengesellschaft schnellten in einem knapp behaupteten Markt nach Eröffnung 15,5 Prozent auf 1.94 Franken hoch.

(awp/vst/sim)