Der russische Milliardär Viktor Vekselberg ist unter Druck: Seine Schweizer Beteiligungen wie OC Oerlikon oder Schmolz+Bickenbach haben alle an Wert verloren, die Kronjuwele Sulzer gab letzte Woche einen massiven Gewinnrückgang bekannt. Vekselberg steuert Sulzer und seine anderen Beteiligungen über seine Gesellschaft Renova.

Nun wird bekannt, dass Vekselberg bei Renova mehrere Manager vor die Tür setzte: Laut der «Schweiz am Sonntag» kam es bei der Dach-Holding zu einem «Sowjet-Takeover»: Drei nichtrussische Manager - der Kommunikationsverantwortliche, der Chefjurist und der Finanzchef – mussten demnach den Hut nehmen. Renova-Chef Peter Löscher sei vom CEO zum «Vice Chairman» degradiert worden.

Klage gegen Vekselberg-Beteiligung

Die Zeitung spekuliert, dass auch Löschers Stuhl als Sulzer-Präsident wackelt: Offenbar ist Vekselberg von der Leistung des Österreichers nicht beeindruckt. Neben Sulzers schlechten Zahlen sorgt auch der abrupte Chefwechsel beim Winterthurer Konzern für Stirnerunzeln.

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Zu einem Problemfall könnte eine weitere Beteiligung von Vekselberg werden: Gemäss der «Sonntagszeitung» ist die Zürcher Avelar Energy Group mit einer 212-Millionen-Euro-Klage wegen Unregelmässigkeiten im Solarkraftwerk-Geschäft konfrontiert.

(mbü/chb)