Das Tauziehen um den Stahlkonzern Schmolz+Bickenbach geht weiter: Der russische Investor Viktor Vekselberg und die Erben der Gründerfamilie haben über ihre Gesellschaft Venetos weitere 4,83 Prozent gekauft.

Diese 4,83 Prozent sind aber in einen Aktionärsbindungsvertrag mit der Gebuka, einem weiteren grossen Aktionär der Gesellschaft, gebunden. Die Erben haben diesen Vertrag nun einseitig gekündigt, teilt Schmolz+Bickenbach in einer Mitteilung mit.

Gebuka weise die Kündigung zurück, schreibt Schmolz+Bickenbach. Der Vertrag enthalte keine Kündigungsklausel, die jetzt zum Tragen kommen könnte. Gebuka halte darum am Aktionärsbindungsvertrag fest.

Um den Stahlkonzern Schmolz+Bickenbach tobt seit Wochen ein Machtkampf. Der russische Investor und die Erben der Gründer kämpfen gemeinsam über ihre Gesellschaft Venetos um Anteile. Ihnen gehört bereits mehr als ein Fünftel der Firma. Der Verwaltungsrat, Gebuka und weitere kleinere Aktionäre sind gegen den Einstieg der neuen Investoren.

(tke/sda)

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