Das öffentliche Kaufangebot der Investmentgruppe Renova des russischen Milliardärs Viktor Vekselberg findet wie erwartet nur mässig Anklang. Bis zum Ablauf der Angebotsfrist am gestrigen Montag sind der Renova-Tochter Tiwel gemäss dem provisorischen Zwischenergebnis 8,89 Prozent aller Sulzer-Aktien angedient worden, auf die sich das Angebot bezogen hatte.

Tiwel hält damit nach Ablauf der Angebotsfrist inklusive der bereits gehaltenen Aktien 42,25 Prozent aller per Ende Juli 2015 kotierten Sulzer-Aktien, bzw. der Stimmrechte und des Aktienkapitals, wie die mit der Transaktion betraute Bank UBS am Dienstag mitteilt. Tiwel und in gemeinsamer Absprache handelnde Personen hätten seit dem 31. Juli 2015 keine Sulzer-Aktien börslich oder ausserbörslich erworben.

Renova will Sulzer nicht schlucken

Der Verwaltungsrat von Sulzer hatte auf eine Empfehlung zum Pflichtangebot der Aktionärsgruppe um Renova verzichtet. Diese hatte über die Tochtergesellschaft Tiwel Holding per Ende Juli 2015 den Schwellenwert von einem Drittel der Stimmrechte von Sulzer überschritten und in der Folge zur Erfüllung der gesetzlichen Angebotspflicht ein öffentliches Kaufangebot an alle Aktionäre von Sulzer unterbreitet. Dieses belief sich auf den börsenrechtlichen Mindestpreis von 99,20 Franken pro Sulzer-Aktie, denn Renova will Sulzer nicht übernehmen.

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Die Nachfrist von 10 Börsentagen zur nachträglichen Annahme des Kaufangebots beginnt am 21. September 2015 und dauert voraussichtlich bis zum 2. Oktober 2015. Das definitive Zwischenergebnis soll am 18. September 2015 in den Zeitungen veröffentlicht werden.

(awp/me/mbü)