Die Herausforderungen ändern sich, das Grundbedürfnis nach Transformation bleibt: Standen bis vor kurzem die Effizienzsteigerung und das Navigieren durch die Finanz- und Wirtschaftskrise im Mittelpunkt, so geht es heute wieder darum, vorwärts zu schauen. Die wirtschaftlichen Aktivitäten in und aus dem asiatischen Raum nehmen massiv zu, die wettbewerbsgerechte Positionierung wird noch relevanter.

Es muss das Richtige getan werden, und oft sind neue oder veränderte Geschäftsmodelle gefragt. Dies erfordert weitreichende Veränderungen. Schweizerische und internationale Unternehmen müssen Geschäftsstrategien an neuen Marktgegebenheiten ausrichten, bestehende Prozesse und die Aufbauorganisation evaluieren sowie Informations- und Kommunikationssysteme anpassen.

Nicht an Externe delegieren

Für solche Transformationsaufgaben externe Berater beizuziehen, ist ein gängiger, aber auch kostspieliger Weg. Zudem ist in grossen Veränderungsprojekten eine andere Art von Leadership und Kommunikation gefordert als im normalen Tagesgeschäft. Diese «weichen Aufgaben» sollten aus naheliegenden Gründen nicht an Externe delegiert werden. Veränderung wird zu einer dauerhaften Herausforderung. Deshalb ist es sinnvoll, interne Kompetenzen in Gestalt ausgebildeter Experten aufzubauen. Diese können erfolgreich Veränderungen anstossen, umsetzen und langfristig etablieren. Mittels temporärer «virtueller Teams», bestehend aus Mitarbeitenden verschiedener Unternehmensbereiche, lassen sich Veränderungsprojekte aus dem Unternehmen heraus steuern und angehen. Die Veränderungskompetenzen sollten somit nicht nur im Top-Management oder in Stabseinheiten wie Strategie und Corporate Development liegen, sondern in allen betroffenen Bereichen der Veränderung vorhanden sein. Durch die Verteilung solcher Kompetenzen agieren Unternehmen flexibel und können sowohl unternehmensweit als auch in einem spezifischen Bereich schneller auf externe Einflüsse reagieren.

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Veränderungen müssen ganzheitlich betrachtet und umgesetzt werden. Vor über zehn Jahren hat die Universität St. Gallen hierzu das Konzept des Business Engineering entwickelt und laufend an die Marktbedürfnisse angepasst. Business Engineering zeigt den systematischen Weg durch die Transformation für alle Gestaltungsebenen des Unternehmens auf. Entscheidend für den Erfolg des Veränderungsprozesses sind dabei die Leadership-Aspekte. So hilft Business Engineering, diesen Prozess für alle Mitarbeitenden transparent sowie nachvollziehbar zu machen. Für verantwortliche Change Manager stellt Business Engineering einen umfangreichen Werkzeugkasten für Veränderungen zur Verfügung.

Prozesse proaktiv einleiten

Diese für das heutige Wirtschaftsleben und die persönliche Karriere so wichtigen Kompetenzen kann man sich an der Universität St. Gallen durch den spezialisierten Studiengang Executive MBA in Business Engineering aneignen. Das europaweit einzigartige Programm richtet sich an Führungskräfte, die sich weiterbilden und konkrete Handlungskompetenzen für ihre zukünftigen Transformationsaufgaben erwerben wollen. Fallstudien-orientiertes Arbeiten, Studienmodule in den USA und in China sowie Erfahrungsaustausch und die kritische Diskussion auch zwischen den Teilnehmenden sind dabei wesentliche Aspekte. So wird nicht nur der persönliche und fachliche Horizont erweitert, es fliesst auch viel Inspiration zurück ins Unternehmen. Business Engineers führen Transformationsprojekte nachhaltig und erfolgreich, und der international anerkannte Executive-MBA-Titel dokumentiert Kompetenz nach innen und aussen. Da das Programm konsequent berufsbegleitend ausgerichtet ist, können Teilnehmende ihre neuen Qualifikationen bereits während des Studiums im Arbeitsalltag anwenden und aktuelle berufliche Herausforderungen im Kursverbund diskutieren. Oft können dabei aktuelle Firmenprojekte als Thema im Studienprogramm eingebracht und aufgearbeitet werden. So entstehen direkt umsetzbare Lösungen, und die Studierenden profitieren von der Relevanz und dem Erfahrungsaustausch - was zu einer Win-win-Situation führt.

Unternehmen bringt es unmittelbar Vorteile, wenn Mitarbeitende sich zu Veränderungsmanagern weiterbilden. Hohe Kosten, die durch Fehlentscheidungen oder Passivität entstehen, können so vermieden werden. Denn Business Engineers bewerten Transformationstreiber frühzeitig und leiten die erforderlichen Veränderungen proaktiv ein.