Die Investmentgesellschaft Veraison will neu nur noch ein anstatt zwei neue Mitglieder in den Verwaltungsrat des Maschinenbauers Komax wählen lassen. Dies nachdem der Komax-Verwaltungsrat das ursprüngliche Traktandierungsbegehren abgelehnt hatte.

Veraison schlägt den Aktionären von Komax an der Generalversammlung vom 12. Mai nur noch die Zuwahl von Andreas Herzog vor, schreibt der Investor. Herzog ist Finanzchef beim Maschinenbauer Bühler. Zuvor wurde auch Gerard van Kesteren, ehemaliger Finanzchef von Kühne+Nagel, zur Wahl vorgeschlagen.

Zweifel an Finanzkompetenz

Bei einer Wahl Herzogs würde der Komax-Verwaltungsrat weiterhin aus sechs Mitgliedern bestehen. Komax hatte den Verwaltungsrat ursprünglich auf fünf Mitglieder verkleinern wollen. Das Unternehmen hatte im Januar angekündigt, den abtretenden langjährigen Verwaltungsrat Leo Steiner nicht ersetzen zu wollen.

Veraison dagegen hatte den Verwaltungsrat auf sieben Personen vergrössern wollen. Offenbar bezweifelte der Aktionär, der gut 6 Prozent aller Komax-Aktien hält, dass der heutige Verwaltungsrat über die notwendige Finanzkompetenz verfügt.

Komax lehnte dieses Begehren jedoch ab. Durch den Verkauf von Komax Medtech werde sich die Struktur des Unternehmens deutlich vereinfachen. «Wir verstehen und anerkennen diesen Punkt und haben uns daher entschieden, unseren Vorschlag zur Komplementierung des Verwaltungsrats anzupassen», heisst es von Veraison dazu im Communiqué.

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Veraison bedauert jedoch, dass der Komax-Verwaltungsrat die beiden Kandidaten nicht kontaktiert habe. Zudem zeigt sich der Investor irritiert, dass in den Einladungsunterlagen zur Generalversammlung, trotz des ausdrücklichen Wunsches von Veraison, nicht auf die Begründung des Antrages eingegangen wurde.

(sda/chb)