Das Ende der Iran-Sanktionen beschert dem europäischen Flugzeugbauer Airbus einen Millionenauftrag: Teheran werde noch in dieser Woche 114 Maschinen von Airbus bestellen, kündigte der iranische Verkehrsminister Abbas Achundi am Sonntag an.

Der Vertrag zwischen der Fluggesellschaft Iran Air und dem Airbus-Konzern werde am Mittwoch unterzeichnet, dem letzten Tag der ersten offiziellen Europa-Visite von Irans Präsident Hassan Ruhani. Der Grossauftrag war bereits vor einer Woche bekannt geworden.

Veraltete Flotte

Insgesamt brauche sein Land 400 Langstrecken- und 100 Kurzstreckenflieger, sagte Achundi nach Berichten iranischer Medien. Derzeit verfüge der Iran lediglich über 150 einsatzbereite Maschinen, die im Durchschnitt schon 20 Jahre in der Luft seien. Was für Typen bei Airbus genau bestellt werden soll, blieb am Sonntag zunächst offen.

Die iranische Wirtschaft war durch internationale Sanktionen wegen des Atomkonflikts am Boden, die ersten Strafmassnahmen waren von den USA vor 36 Jahren verhängt worden. Vor einer Woche wurden die Umsetzung des Atomabkommens verkündet und der Grossteil der Sanktionen aufgehoben. Damit kann Teheran erstmals wieder neue Flugzeuge auf dem Weltmarkt kaufen.

(sda/ise)