Die nationalen Fussballverbände von Brasilien, Argentinien, Spanien sowie die Fifa selbst werden verdächtigt in den Schwarzmarkthandel mit WM-Tickets verwickelt zu sein. Das Ermittlungsverfahren wurde im Zusammenhang mit der Festnahme von elf Schwarzmarkthändlern ausgelöst, berichtet «Wall Street Journal».

Der mutmasslichen Kriminellen sei es gelungen, durch Kontakte innerhalb der Fifa die Tickets zu beschaffen. Die Eintrittskarten seien ursprünglich von der Fifa kostenlos an die Fussballverbände sowie an Spieler und Unternehmen verteilt worden. Im Rahmen des Ermittlungsverfahrens wird auch der Bruder des brasilianischen Fussballstars Ronaldinho befragt.

Verbrecherring schon seit 2002 aktiv

Die Tageszeitung O’Dia gibt an, dass die organisierte Gruppe schon in den vergangenen vier Fussballweltmeisterschaften aktiv waren, so zum Beispiel 2006 in Deutschland.

Gemäss dem Fifa Marketing Direktor Thierry Weil wird im Zusammenhang mit der «Operation Jules Rimet» noch auf detailliertere Informationen von den Behörden gewartet. Anhand der Angaben kann danach die genaue Herkunft der beschlagnahmten Tickets festgestellt werden. Zudem würden entsprechende Verfahren in Zusammenarbeit mit den Lokalbehörden eingeleitet, schreibt Weil in einer Stellungnahme.