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Fifa
Verdacht: Platini hat viel mehr kassiert

Platini und Blatter: Soihäfeli, Soideckeli? Keystone

Uefa-Chef Michel Platini hat offenbar mehr als nur Millionen Franken von Joseph Blatter erhalten. Eine Suspendierung der Funktionäre soll bevorstehen – und Ex-Vize Warner ist lebenslang gesperrt.

Veröffentlicht am 29.09.2015

Eine Suspendierung der beiden mächtigen Funktionäre Joseph Blatter und Michel Platini durch die Fifa-Ethikkommission soll kurz bevorstehen, berichtet «Die Welt». Zudem soll die Schweizer Bundesanwaltschaft nach der Eröffnung eines Strafverfahrens gegen Blatter wegen Untreue nun auch Ermittlungen gegen Platini einleiten, schreibt die Zeitung weiter.

Platinis Tätigkeit für die Fifa zwischen 1999 und 2001 wurde nach «Welt»-Informationen viel höher bezahlt, als mit den bisher bekannten zwei Millionen Schweizer Franken. Der Franzose habe einen Arbeitsvertrag mit der Fifa zwischen Januar 1999 und Juni 2001 gehabt und sei dabei regulär entlohnt worden. Wie hoch, sei noch unklar – jährlich sollen aber zwischen 300'000 und 500'000 Schweizer Franken zum Franzosen geflossen sein.

Erklärungsnöte

Die Bundesanwaltschaft zweifelt offenbar die Sauberkeit der Geschäfte zwischen Joseph Blatter und Michel Platini an. Denn anders als vermutet, war die im Februar 2011 erfolgte Überweisung von weiteren zwei Millionen Schweizer Franken gar keine Gehaltszahlung.

Was die Grundlage für diesen Geldtransfer ist, können sowohl Blatter als auch Platini nach Aussagen von mit dem Fall betrauten Personen bislang nicht überzeugend erklären, schreibt «Die Welt» weiter.

Die Bundesanwaltschaft hat Blatt auch aufgrund eines weiteren Deals im Visier. Offenbar hat der Fifa-Präsident dem damaligen Präsident des karibischen Fifa-Verbandes, Jack Warner, TV-Rechte quasi geschenkt. Dieser soll die Rechte dann für ein Vielfaches weiterverkauft haben. Gegen Warner verhängte die Fifa-Ethikkommission heute eine lebenslange Sperre, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

(chb/me)

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