Dem Namen will man ja gerecht werden. Und so erscheint bei XXXLutz alles ein wenig grösser. Ein zwei Mann hoher, mit Goldschmuck behangener Weihnachtsbaum schiesst in der Eingangshalle empor. Gleich dahinter windet sich eine massive Fussgängerpassage in die Höhe und verliert sich in den oberen Stockwerken.

Mit weiten Schritten eilt Christian Kobler heran. Der 27-jährige Salzburger arbeitet seit bald zehn Jahren für den österreichischen Möbelriesen mit total 280 Filialen. Kobler kommt gerade aus der Monatssitzung mit Meinrad Fleischmann, der bis 2015 Möbel Pfister führte. Gemeinsam mischen sie den Schweizer Möbelmarkt auf. Kobler amtet als Länderchef Schweiz, Fleischmann kennt die hiesige Branche aus dem Effeff und forciert die Expansion.

Zeit zu verlieren haben beide nicht. Die Ambitionen sind hoch: XXXLutz wird mit der Übernahme von Pfister zum dominanten Player in der Schweiz. Zwar bleibt die Marke erhalten und die 20 Pfister-Läden bleiben bestehen. Doch XXXLutz will hierzulande auch mit eigenen Filialen expandieren.

Temporeich führt Kobler durch die Flächen. Allein die Küchenabteilung ist mit 1000 Quadratmetern ungewöhnlich gross für ein Möbelhaus. Einzigartig sei auch die Babyabteilung. «Wir haben alles: vom Schnuller bis zum Kinderbett», sagt er und geht weiter zu den Wohnzimmermöbeln. Sein Fazit nach der Eröffnung der ersten Schweizer Filiale vor eineinhalb Jahren? Es sei ein Traumstart. Mit Zahlen geht XXXLutz aber sparsam um. Bekannt sind nur die 4,4 Milliarden Euro Umsatz der Gruppe. In Rothrist dürften es laut Branchenkennern gegen 40 Millionen Franken sein.