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Bahnhofstrasse
Vergleichsgespräche im Streit um Zürcher Manor

Manor an der Bahnhofstrasse: Eigentümerin Swiss Life will das Gebäude umbauen. Keystone

Der Mietstreit zwischen Manor und Swiss Life geht in die nächste Runde: Am 20. Dezember kommt es zwischen den Parteien zu Vergleichsgesprächen vor dem Zürcher Handelsgericht.

Von Marcel Speiser
am 07.12.2016

In der Woche vor Weihnachten kommt es im Mietstreit um das Manor-Warenhaus an der Bahnhofstrasse zu Vergleichsgesprächen vor dem Zürcher Handelsgericht zwischen Manor und Hauseigentümerin Swiss Life. Konkret treffen sich die Parteien am 20. Dezember zur Referenten-Audienz, wie die «Handelszeitung» in ihrer aktuellen Woche berichtet.

An dem Termin werden die Richter den Streitenden zunächst ihre Beurteilung des Falls vortragen – auf Basis der zuvor schriftlich eingereichten Positionen. Dann werden Manor und Swiss Life zu Vergleichsgesprächen aufgefordert – unter Aufsicht der Richter. Diese haben ein Interesse, das Verfahren mit einer Einigung zu erledigen. «Oft geht das stundenlang. Manche Richter verfolgen eine regelrechte Zermürbungstaktik», so ein Anwalt.

Verfahren kann verlängert werden

Weder Swiss Life noch Manor wollen sich zu ihrer Vergleichsbereitschaft äussern. Wahrscheinlich ist, dass sich die Parteien so unversöhnlich gegenüberstehen wie seit Herbst 2013. Damals begann die Auseinandersetzung. Die Swiss Life will ihre Immobilie umbauen und in kleineren Flächen vermieten, um den Ertrag zu steigern. Allerdings entwickelte sich der Markt an der Bahnhofstrasse zuletzt negativ. Insbesondere in den oberen Etagen gibt es diverse Leerstände.

Finden sich die Parteien nicht, dürfte sich das Verfahren vor dem Handelsgericht um rund ein Jahr verlängern. Im Anschluss stehen Manor und Swiss Life der Weiterzug vor das Bundesgericht offen.

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