Der Reisekonzern Kuoni hat im ersten Halbjahr wegen der Veräusserung des Reiseveranstaltergeschäfts erwartungsgemäss einen Verlust geschrieben. Aber auch bei den fortgeführten Aktivitäten musste Kuoni Rückschläge hinnehmen.

Kuoni hat im ersten Halbjahr einen Verlust von 172,1 Millionen Franken geschrieben. Das bereits verkaufte Reiseveranstaltergeschäft belastete dabei das Ergebnis mit 178 MillionenFranken, wie Kuoni am Freitag mitteilte.

Nur Visadienstleistungen liefen besser

Bei den fortgeführten Aktivitäten erwirtschaftete der Reisekonzern einen Gewinn von 5,9 Millionen Franken, nach 28,4 Millionen Franken im Vorjahr. Das deutlich tiefere Ergebnis im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014 erklärt Kuoni mit einer geringeren Nachfrage nach Gruppenreisen in Japan, mit Marketingaktivitäten im Bereich des Handels mit Hotelübernachtungen, die zu tieferen Margen geführt habe, sowie der Frankenstärke, durch die bei der Umrechnung in die Berichtswährung die Nettoerlöse geschmälert wurden. Einzig im Geschäft mit Visadienstleistungen konnte Kuoni zulegen.

Bei den fortgeführten Aktivitäten sank der Umsatz von Kuoni insgesamt um 0,6 Prozent auf 1,53 Milliarden Franken. Das Betriebsergebnis fiel mit 3,6 Millionen Franken um 80 Prozent tiefer aus als in der Vorjahresperiode.

(sda/gku/ama)