Der Pharmakonzern Novartis wartet zu mit dem Verkauf der langjährigen und rund 13 Milliarden Franken schweren Beteiligung an Roche. «Wir sind nicht in Eile», sagte Novartis-Chef Joe Jimenez in einem Interview mit Reuters am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos.

Derzeit sei der Zeitpunkt nicht ideal, sagte der Manager und verwies auf die jüngste Schwäche europäischer Pharmawerte. Novartis werde verkaufen, wenn die Aktionäre den höchsten Wert erhielten. Novartis hatte die Beteilung in den Jahren 2001 bis 2003 unter dem früheren Konzernchef Daniel Vasella aufgebaut.

Preisdruck hält an

Jimenez erklärte weiter, der Preisdruck auf den Medikamenten in den USA dürfte anhalten. Novartis sei dabei, die Preisgestaltung auf ein Erfolg-basiertes Model anzupassen.

Novartis schloss kürzlich mit US-Krankenversicherern ein Abkommen für das Herzmittel Entresto ab, das nicht auf der Anzahl der verkauften Pillen abstellt, sondern darauf, um wie viel Zeit der Aufenthalt eines Patienten im Krankenhaus verringert werden kann. Entresto habe einen langsamen Start gehabt. Nun hätten die Verschreibungen aber angezogen, sagte Jimenez. Novartis werde die Investoren über den potenziellen Kassenschlager und auch andere Medikamente anlässlich des Jahresabschlusses in der nächsten Woche auf den neuesten Stand bringen.

Das sind die Top-Pharmakonzerne der Welt:

(sda/ise/chb)