Der Energiekonzern BKW hat sich mit Westschweizer Kantonen, die sich in der Investitionsgesellschaft Sireso zusammengeschlossen haben, endgültig über den Kauf der Swissgrid-Aktien von Alpiq geeinigt.

Die BKW übernimmt 30,3 Prozent der Aktien der Swissgrid im Wert von rund 300 Millionen Franken und überträgt ungefähr 4,4 Prozent an Sireso, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung am Donnerstag heisst. Dank dieser Transaktion hält die BKW neu eine Beteiligung von knapp 37 Prozent an der Swissgrid.

Aktionäre blockierten den Deal

Die BKW und Sireso hatten sich bereits im März grundsätzlich über den Verkauf der Swissgrid-Aktien von Alpiq geeinigt. Doch andere Swissgrid-Aktionäre blockierten den Deal.

Ursprünglich wollte die von sechs Westschweizer Kantonen gegründete Sireso der Alpiq das Aktienpaket abkaufen, damit die Westschweiz ihren Einfluss auf den Stromnetzbetreiber Swissgrid nicht verliert. Die BKW machte aber als Swissgrid-Aktionärin ihr Vorkaufsrecht geltend.

Gegenwehr der Kantone

Die Westschweizer Kantone wehrten sich unter anderem mit einem Rekurs bei der Eidgenössischen Energiekommission (Elcom) gegen den Verkauf des Pakets an die BKW. Der Rekurs war seither hängig.

Mit der nun gefundenen einvernehmlichen Lösung dürfte dem Abschluss des hängigen Verfahrens nichts mehr im Wege stehen. Die ElCom habe die Vereinbarung zwischen den Parteien zur Kenntnis genommen, heisst es in der Mitteilung.

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(sda/me)