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Verlängerte Galgenfrist für Merck Serono-Mitarbeiter

Streikdrohungen haben das Management von Merck Serono zu echte Verhandlungen mit den Mitarbeitern gezwungen. (Bild: Keystone)

Der Druck der Gewerkschaft Unia hat offenbar gewirkt: Die Direktion von Merck Serono hat die Konsultationsfrist um drei Wochen verlängert. Es geht um den Erhalt von Arbeitsplätzen am Standort Genf.

Veröffentlicht am 14.05.2012

Die Führung von Merck Serono hat am Montag der Verlängerung der Konsultationsphase um drei Wochen zugestimmt. Das Personal hat nun bis am 4. Juni Zeit, Alternativen zu den Entlassungen aufzuzeigen.

Das Personal und die Gewerkschaft Unia suspendierten infolgedessen ihre Streikankündigung «unter gewissen Bedingungen, die diese noch Woche noch verhandelt werden müssen», teilte die Unia in einem Communiqué mit. An einer Personalversammlung am Dienstag soll demnach das weitere Vorgehen besprochen werden.

Merck Serono hatte bei der Bekanntgabe des Stellenabbaus für die Konsultationsphase ursprünglich den (kommenden) Mittwoch als Frist gesetzt. Die Gewerkschaft Unia und das Personal hatten diese Zeit aber als zu kurz beurteilt.

Der deutsche Chemie- und Pharmakonzern Merck hatte am 24. April angekündigt, den Genfer Sitz seiner Pharmatochter Merck-Serono zu schliessen und die sich dort befindenden 1250 Arbeitsplätze zu streichen respektive nach Deutschland, China oder in die USA zu verlegen.

(aho/awp)

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