Bei Delivery Hero sintk das Minus. Der Verlust vor Steuern und Abschreibungen (Ebits) verringerte sich von Januar bis Juni um etwa 54 Prozent auf 45,3 Millionen Euro. Ziel sei es weiterhin, im kommenden Jahr auf dieser Basis eine schwarze Null zu schreiben, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Der Umsatz der Lieferfirma, zu der die Marken Lieferheld, Foodora und Pizza.de gehören, kletterte im ersten Halbjahr um zwei Drittel auf knapp 247 Millionen Euro.

Damit schwächte sich das Wachstum allerdings im Vergleich zum ersten Quartal deutlich ab, als der Konkurrent von Takeaway.com aus den Niederlanden und Just Eat aus Grossbritannien noch auf ein Plus von 90 Prozent kam. Allerdings muss dabei auch berücksichtigt werden, dass das in rund 40 Ländern aktive Unternehmen regelmässig kleinere Zukäufe tätigt.

Vor sechs Jahren gegründet

Die Aktie verteuerte sich um 0,3 Prozent auf 32,58 Euro und machte damit einen kleinen Teil des Vortagesverlustes wieder wett. Das vor sechs Jahren gegründete Startup war am 30. Juni mit einem Ausgabepreis von 25,50 Euro an die Börse gegangen.

Das Papier der Startup-Schmiede Rocket Internet, die noch rund ein Viertel an Delivery Hero hält, büsste hingegen rund 0,5 Prozent ein. Es wird erwartet, dass aus der Branche bald noch der Kochbox-Anbieter HelloFresh den Gang an die Börse wagt. Für die Rocket-Beteiligung wäre es der zweite Anlauf.

(sda/ise/mbü)

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