Die Stimmung am Hauptsitz des Elektronikunternehmens Elma im zürcherischen Wetzikon ist seit Tagen gedrückt. Firmenchef Stephan B. ist seit einem Segelflug in der Provence in der vergangenen Woche verschwunden. «Wir hoffen hier alle, dass wir bald gute Neuigkeiten erhalten», sagte Sprecherin Kathrin Fessler noch am Dienstagmorgen. Das Ganze gehe der Belegschaft sehr nahe.

Doch Abend kam schlechte Nachricht aus Frankreich: Ein seit einer Woche in Südfrankreich vermisster Schweizer Segelflieger sei tot aufgefunden worden, meldeten die Behörden. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten bestätigte den Tod ebenfalls. Am Mittwochmorgen bestätigte auch Elma die traurige Nachricht.

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Grosse Suchaktion erfolglos

Derweil berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Behörden, der Mann sei im südöstlichen Département Alpes-de-Haute-Provence von Forstarbeitern gefunden worden. Elma hatte am Freitag mitgeteilt, Stephan B. werde seit Dienstag vermisst. Der Firmenchef war mit einem Segelflugzeug des Typs DG800 am Flughafen Gap-Tallard in der Provence gestartet.

Wie ein Freund des Vermissten dem Radiosender Alpes 1 erklärte, wollte B. die klassische Route «Parcours des Combattants» fliegen, die zum Gipfel des 2300 Meter hohen Grand Morgon führt. Die Wetterbedingungen waren genügend gut für einen Start und Flug, bestätigte die Präfektur von Hautes-Alpes. Doch B. kehrte nicht zurück. Am Mittwochmorgen wurde Alarm ausgelöst.

Zuerst suchten 150 Mann und vier Helikoptern den Vermissten. Doch am Freitag wurden die aktiven Sucharbeiten eingestellt. Gemäss der Polizei ist das Gebiet dicht bewaldet und nur dünn besiedelt.

(se/tno/sda)