Das italienische Modehaus Versace will Kreisen zufolge sein weiteres Wachstum in Übersee mit einem Anteilsverkauf von bis zu 20 Prozent finanzieren. Es würden zwischen 15 und 20 Prozent an einen Finanzpartner veräussert, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Transaktion werde über eine bevorzugte Kapitalerhöhung im Umfang von rund 250 Millionen Euro vorgenommen. Damit würde Versace mit mehr als 1,2 Milliarden Euro bewertet. Das Modehaus wollte sich dazu nicht äussern.

Börsengang seit fünf Jahren angestrebt

Versace wird komplett von der gleichnamigen Familie kontrolliert. Designerin Donatella Versace hält eine Beteiligung von einem Fünftel, ihr Bruder Santo ist im Besitz von 30 Prozent, während Donatellas Tochter Allegra den Rest hält. Laut Versace-Chef Gian Giacomo Ferraris peilt die Firma in drei bis fünf Jahren einen Börsengang an.

Das Unternehmen ist angesichts des Einbruchs auf dem Heimatmarkt ähnlich wie Konkurrent Prada auf Wachstum im Ausland angewiesen. Allerdings sind italienische Luxusanbieter wie Giorgio Armani, Roberto Cavalli, Missoni und Ermenegildo Zegna traditionell zurückhaltend, was den Verkauf von Beteiligungen angeht.

Anzeige

(reuters/rcv/vst)