Zur Rose hat 2012 ihre Marktführerschaft in der Schweiz ausgebaut und mit der Übernahme der deutschen Doc Morris zu einem Wachstumssprung im Ausland angesetzt. Der Reingewinn der Versandapotheke ist gegenüber dem Vorjahr aber von 8,7 Millionen auf 6,2 Millionen Franken gesunken.

Der Umsatz weitete sich um 7,4 Prozent auf 523,3 Millionen Franken aus. Ohne die per 30. November übernommene Doc Morris betrug das organische Wachstum 1 Prozent, wie die in Frauenfeld ansässige Gruppe mitteilte. 2013 soll durch den erstmals ganzjährigen Beitrag des deutschen Marktführers die Marke von 900 Millionen Franken Umsatz übertroffen werden.

Seit Anfang Januar 2013 ist Zur Rose auch in 1350 Filialen der führenden deutschen Drogeriekette dm präsent. Im Heimmarkt wuchs Zur Rose weiterhin: Sowohl der Versand (+3 Prozent) als auch die Ärztebelieferung (+1 Prozent) konnten an Umsatz zulegen.

Bei der Profitabilität hatten die Wachstumsinitiativen jedoch ihren Preis, wie Zur Rose schreibt. Aufgrund der Kooperation mit dm und insbesondere infolge der Übernahme von Doc Morris entstanden hohe Kosten. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg aber dennoch von 5 Millionen auf 7,5 Millionen Franken. Dazu trug die Aufwertung der zu einem attraktiven Preis gekauften Doc Morris bei, wie es hiess.

Zahl der Mitarbeitenden gestiegen

Die Eigenkapitalquote ist von 56,6 auf 32,3 Prozent gesunken, sei aber immer noch gesund. Das Jahresergebnis und die solide Bilanz erlauben es laut Verwaltungsrat, wie im Vorjahr aus Kapitaleinlagereserven eine von der eidgenössischen Verrechnungssteuer befreite Dividende von 50 Rappen pro Aktie auszuschütten.

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Im laufenden Jahr steht für Zur Rose die Integration der neuen Tochter sowie das Heben von Synergien in Einkauf, Logistik und E-Commerce im Zentrum. Die Zahl der Mitarbeitenden hat im vergangenen Jahr von 330 auf 746 zugenommen.

(tno/aho/sda)