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Versandhändler Neckermann streicht 1400 Stellen

Neckermann: «Die Zukunft liegt im Internet.» (Archivbild: Keystone)

Das deutsche Versandunternehmen Neckermann gibt sein Katalog-Geschäft auf. Mehr als die Hälfte aller Stellen fallen weg.

Veröffentlicht am 28.04.2012

Der deutsche Versandhändler Neckermann.de streicht knapp 1400 und damit mehr als die Hälfte aller Stellen. Die 2010 nach der Pleite des Handelskonzerns Arcandor vom Investor Sun Capital übernommene Frankfurter Traditionsfirma will ihre Artikel künftig nur noch über Internet verkaufen.

Das schrumpfende Katalog-Geschäft wird aufgegeben, wie Neckermann mitteilte. Schon heute würden 80 Prozent der Umsätze online erwirtschaftet. «Die Zukunft des Versandhandels liegt im Internet. Dieser Entwicklung können wir uns nicht verschliessen», erklärte Firmenchef Henning Koopmann.

Die mangelnde Hinwendung zum Online-Handel galt seinerzeit als ein Grund für das Aus der ehemaligen Schwesterfirma Quelle, die inzwischen abgewickelt wurde.

Insgesamt sollen im Rahmen der Ausrichtung auf den Internet-Handel knapp 1400 Arbeitsplätze wegfallen. Der Grossteil - rund 1000 Stellen - entfalle auf den Bereich Einkauf mit dem Schwerpunkt Textil sowie auf die dafür notwendige Logistik.

Die Gewerkschaft Verdi fühlt sich von den Umbauplänen überrumpelt. Sie kämen auch für die Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat völlig überraschend.

(tno/sda)

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