Angesichts des schwierigen Wirtschaftsumfelds in der italienischen Heimat hat der Versicherungskonzern Generali die Einnahmen seiner Topmanager halbiert. Konzernchef Giovanni Perissinotto wurde das Jahresgehalt von 3,41 Millionen Euro brutto im Jahr 2010 auf 2,35 Millionen Euro reduziert. Der variable Anteil an seinem Einkommen sank von 1,57 Millionen Euro auf 480'000 Euro.

Damit aber nicht genug: Geschäftsführer Sergio Balbinots Bonus sank von 1,57 Millionen auf 970'000 Euro. Auch Generaldirektor Raffaele Agrusti wurde auf Sparkurs gesetzt. So kassierte er 2011 ein Bonus von 470'000 Euro, im Vorjahr waren es noch 709'000 Euro.

Generali steht vor neuen Herausforderungen. Laut dem Abkommen mit der tschechischen Gruppe PPF kann Generali im Juli 2014 die restlichen 49 Prozent eines vor einigen Jahres gegründeten Joint Ventures mit PPF aufkaufen, was die Italiener schätzungsweise 2,5 bis 3 Milliarden Euro kosten könnte. Generali wolle Kapital zur Seite legen, um eventuell den 49-prozentigen Anteil aufzukaufen, berichteten italienische Medien. Insiderinformationen zufolge plant Generali auch den Rückzug aus dem russischen Versicherer Ingosstrakh, an dem Generali mit PPF einen 38,5-prozentigen Anteil hält. Verhandlungen sind laut italienischen Medienberichten mit der russischen Bank VTB im Gange.

(muv/awp)