Mit der Übernahme von Trianon will die Mobiliar ihr Angebot für Firmenkunden und Vorsorgeeinrichtungen ausbauen. Das zugekaufte Unternehmen bietet Dienstleistungen rund um die Personaladministration und -vorsorge an, so beispielsweise die Abwicklung von Lohnzahlungen.

Teilweise übernimmt Trianon für Geschäftskunden auch die Verwaltung ganzer Vorsorgeeinrichtungen. Den Kaufpreis für das Unternehmen nannte die Mobiliar am Freitag nicht. Trianon passe gut zum Kerngeschäft der beruflichen Vorsorge, begründete ein Mobiliar-Sprecher auf Anfrage die Akquisition. Weitere Allianzen schliesst die genossenschaftlich organisierte Versicherungsgesellschaft nicht aus.

Deutlicher Gewinnrückgang

Aktuell verwaltet Trianon für rund 40 Vorsorgeeinrichtungen Einlagen im Umfang von 6 Milliarden Franken. Das 1997 gegründete Unternehmen beschäftigt 120 Mitarbeitende in Zürich und der Waadt. Die Übernahme soll bis Anfang 2016 abgewickelt sein. Trianon wird zu einer Mobiliar-Tochter, führt ihren bisherigen Namen aber weiterhin.

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Neben der Übernahme von Trianon gab die Mobiliar am Freitag auch ihre Halbjahreszahlen bekannt. Von Januar bis Juni 2015 verdiente die Versicherung 187,2 Millionen Franken und damit fast 30 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode. Der deutliche Gewinnrückgang ist insbesondere auf das schlechtere Finanzergebnis zurückzuführen.

Verkauf der Nationale-Suisse-Beteiligung belastet

Dieses begründet die Versicherung einerseits mit dem Verkauf der Nationale-Suisse-Beteiligung, wodurch weniger Beteiligungserträge angefallen seien. Anderseits machten Marktschwankungen und die Aufhebung des Euromindestkurses zwei Drittel des Rückgangs aus. So verloren Wertpapiere aber auch Goldbestände an Wert.

Zugelegt hat die Mobiliar im Geschäft mit Nicht-Leben-Versicherungen, zu denen beispielsweise Haushalts- und Rechtsschutzversicherungen gehören. Hier wurden Prämieneinnahmen im Umfang von fast 1,9 Milliarden Franken erzielt, was einem Plus von 4,0 Prozent entspricht.

Um 3,3 Prozent auf rund 530 Millionen Franken zurück gingen hingegen die Prämien in der Lebensversicherungssparte. Laut Mobiliar ist der Rückgang vor allem geringeren Prämieneinnahmen bei der beruflichen Vorsorge geschuldet. Insgesamt konnte die Versicherung im ersten Halbjahr 2015 die Prämieneinnahmen um 2,3 Prozent auf 2,4 Milliarden Franken steigern.

(sda/me)