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Belastung
Versicherer Vaudoise erleidet Gewinneinbruch

Vaudoise: Das Jahr lief bisher schlecht. Keystone

Der Westschweizer Versicherer musste im ersten Halbjahr massiv Federn lassen. Hohe Schäden in mehreren Branchen und ein Unfall belasteten die Entwicklung. Die gebuchten Prämien sind dagegen gestiegen.

Veröffentlicht am 13.09.2016

Der Westschweizer Versicherer Vaudoise hat im ersten Halbjahr einen Gewinneinbruch erlitten. Der konsolidierte Nettogewinn nach Steuern sank innert Jahresfrist um rund ein Drittel auf noch 60,2 Millionen Franken. Der Grund dafür seien die aussergewöhnlich hohe Schadenbelastung im Monat Juni sowie ein unter dem Vorjahr liegendes Anlageergebnis, teilte die Vaudoise am Dienstag mit.

Belastet wurde das Ergebnis vor allem in der Nichtlebenversicherung. Im Juni hätten hohe Schäden in mehreren Branchen des Vermögensgeschäfts sowie ein grosser Unfall die Geschäftsentwicklung belastet, schreibt der Versicherer.

Ausblick: 2016 bleibt unter dem Vorjahr

Allerdings stiegen im Nichtlebengeschäft die gebuchten Nettoprämien um 5,8 Prozent auf 669 Millionen Franken an. Das ist deutlich stärker als im Branchendurchschnitt. Die Prämien im Einzelleben-Geschäft gingen aber um fast die Hälfte auf 41,6 Millionen Franken zurück. Laut Mitteilung ist dafür vor allem der strategische Entscheid verantwortlich, aufgrund der anhaltend tiefen Zinsen traditionelle Einmalprämienversicherungen nur sehr zurückhaltend am Markt anzubieten.

Im Gesamtjahr 2016 will die Vaudoise weiterhin mit den Nichtleben-Prämien über dem Marktdurchschnitt wachsen. Falls sich die Finanzmärkte und die Schadenbelastung in der zweiten Jahreshälfte nicht negativ entwickelten, sei mit einem erneut «guten Ergebnis» zu rechnen, heisst es in der Unternehmensmitteilung. Der Gewinn werde 2016 jedoch mit Sicherheit unter dem Vorjahresergebnis bleiben.

(sda/gku/jfr)

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