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Sparkurs
Versicherer Zurich plant Stellenabbau am Hauptsitz

Versicherer Zurich prüft weiteren Stellenabbau
CEO Mario Greco: Müssen noch Jobs in der Schweiz gekürzt werden? Keystone

Der Sparkurs wirkt fort: Versicherer Zurich will Stellen abbauen, laut Berichten rund 200. Vor allem in zwei Bereichen sollen die Zügel gestrafft werden.

Der Versicherer Zurich will eine schlankere Organisation am Hauptsitz. Bis im Herbst werde es deshalb im Bereich Finanzen und Controlling zu einem Stellenabbau kommen, erklärte ein Sprecher am Dienstag. Wie viele Mitarbeiter von der Massnahme tatsächlich betroffen sein werden, könne man noch nicht sagen, sagte Mediensprecher Frank Keidel auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Ein Kahlschlag werde es aber nicht sein.

Letzte Woche habe das Management die Angestellten über die Massnahme informiert. Derzeit laufe der Konsultationsprozess mit den Mitarbeitervertretern, sagte der Sprecher weiter. Zuvor hatte das Online-Portal «Finews» berichtet, dass Zurich intern die Streichung von rund 200 Stellen angekündigt habe.

Sparkurs verschärft

Konzernchef Mario Greco hatte das Sparziel im November 2016 angehoben und will die Kosten bis zum Jahr 2019 um 1,5 Milliarden Dollar drücken. Für den Gesamtkonzern hatte Greco das Ziel der Stellenstreichungen aber sogar wieder kassiert. «Dieses Ziel zur Streichung von 8000 Jobs existiert nicht mehr», sagte Mario Greco am Donnerstag in einer Telefonkonferenz. «Das war nie ein Teil unserer strategischen Ziele», so der Konzernchef. Man schaue alle Kostenebenen an, habe aber keine spezifischen Zahlen für den Personalbestand oder einen Personalabbau.

Nach einem Gewinneinbruch hatte Verwaltungsratspräsident Tom de Swaan im Februar 2016 die Streichung von 8000 der damals rund 55'000 Stellen des Konzerns angekündigt. Greco selber hatte nach seiner Amtsübernahme einen Monat später dieses Ziel nicht mehr bestätigt.

(reuters/sda/me)

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