Der Tengelmann-Patriarch Erivan Karl Matthias Haub ist tot, wie «Die Welt» berichtet. Der 85-jährige Unternehmer sei am 6. März auf seiner Ranch im amerikanischen Wyoming verstorben, teilte die Familie am erst am Montag mit. Haub sei zur Feier seiner Diamanten-Hochzeit in seiner Ranch gewesen. Der Tod sei überraschend gewesen, so die Familie.

Der 85-Jährige hatte sein Familienunternehmen zum Lebensmittelriesen ausgebaut: Der Milliardenkonzern ist heute einer der grössten Deutschlands. Und auch in der Schweiz mit beispielsweise der Möbelkette Obi vertreten. Zu Tengelmann gehören auch Tedi oder Kik. Die Familie hat sich jedoch aus dem hart umkämpften Markt zurückgezogen. Vor anderthalb Jahren gingen von den letzten Filialen an die Lebensmittelunternehmen Edeka und Rewe

Mit dabei beim Hotel Ermitage

Trotz den Milliarden, die Tengelmann neben dem Lebensmittelgeschäft auch mit Investitionen in Startups und Immobilienvermögen gemacht hat, gibt es in der Schweiz einen Misserfolg zu verzeichnen: 2003 investierte Erivan Haub nämlich in den Betrieb des prestigeträchtigen Hotels Ermitage am See in Küsnacht. Er gab sich damals als bescheidener Investor. Haub stützte damals über die Elisabeth & Erivan Karl Haub Familien- und Verwaltungsgesellschaft in Wiesbaden kriselnde Ermitage AG und garantiert das längst beschlossene, aufwändige Renovationskonzept.

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Trotz des guten Willens war das Ermitage, das in den goldenen 1990er-Jahren von allerlei Prominenten besucht wurde, nicht zu retten. Im Herbst 2005 machte das legendäre Hotel dicht. 

(tdr)