44. SMG-FORUM. Publizist Roger de Weck

referierte zum Thema «Vertrauen als knappes Gut». Vertrauen sei Mangelware, weil es viel Zeit brauche, um Vertrauen aufzubauen. Termine oder Quartalsberichte liessen aber eine Langfristigkeit nicht zu. «Erfolgreich ist, wer keine Zeit hat», so de Weck.Erfolgreich ist auch Beat Glaus

mit seinem Surselva Bräu. Zum Erfolgsrezept gehören das Unternehmen mit seinem Produkt, die Menschen, die Werbung sowie die Kunden. «Durch diese vier wichtigsten Zutaten haben wir Vertrauen und damit Glaubwürdigkeit erreicht.» Robin Cornelius,

CEO der Switcher SA, demonstrierte die Glaubwürdigkeit anhand seiner T-Shirts. Er will eine DNA-Code-Etikette einführen, damit die Kunden alle Informationen über die Herstellung der T-Shirts erhalten. Dazu gehören Löhne, Färberei und der CO2-Ausstoss. Der Geschäftsführer der Hipp GmbH, Claus Hipp,

sprach sich für eine langfristige Orientierung aus. Er stützt sich auf eine Ethikcharta und führt sein Unternehmen nach den zehn Geboten.Schlittert ein Unternehmen in eine Krise, ist Hans Ziegler,

Verwaltungsratspräsident für Unternehmen in Spezialsituationen, gefragt. Er hat die Erfahrung gemacht, dass jede erfolgreiche Krisenbewältigung auf Vertrauen basiert. Für ihn sind konkrete Personen wichtig und nicht anonyme Firmennamen.Der CEO der Lonza, Stefan Borgas,

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sieht das Hauptinstrument der Glaubwürdigkeit in einer soliden Strategie und einem ehrlichen, disziplinierten, aber unbürokratischen Strategieprozess. Ausserdem müssten die Mitarbeiter die Botschaften verstehen: «Das schafft Glaubwürdigkeit und Vertrauen.»Auf Vertrauen basiert die Grameen Bank von Muhammad Yunus.

Der Gründer und Direktor lieh den Armen in Bangladesch Geld und erhielt es wieder zurück. 97% seiner Kunden sind Frauen. Dadurch wird gewährleistet, dass das Geld zum Wohle der Familie eingesetzt wird. Die Leute gut zu behandeln, zählt für ihn mehr als die Profitmaximierung. So träumt Yunus von einer Welt ohne Armut: «Man muss nur daran glauben.»