Diese liessen darauf schliessen, dass ein ehemaliger Mitarbeiter im Finanzbereich das Seco um mindestens 300'000 Franken betrogen hatte. Offenbar fälschte er Rechnungen, Zahlungsaufträge, Kontierungsdaten und Unterschriften oder verwendete solche missbräuchlich, um interne Gelder auf Konten von fiktiven Firmen zu überweisen. Das Seco kündigte ihm fristlos und erstattete Anzeige bei der Bundesanwaltschaft. Die Strafuntersuchung ist im Gang.
Am 1. April übernimmt die Botschafterin Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch die Führung des Seco. Unter der Leitung ihres Vorgängers Jean-Daniel Gerber hat sich das Bild des Seco deutlich verbessert. Das lange Zeit als «Fehlkonstruktion» bezeichnete und durch Affären und Streitereien geschwächte  Super-Wirtschaftsamt wird heute trotz einiger Baustellen als sehr kompetent wahrgenommen. Besonders die Bewältigung der Wirtschaftskrise hat ihm von links und rechts Respekt verschafft. Wenig erfolgreich verlief einzig das Projekt der Suisse ID. Es kostete Dutzende Millionen Franken und schaffte bislang nicht den Durchbruch. Aus Europa gab es gar vernichtende Kritik am Projekt unter Seco-Führung.

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