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#TAshutdown
Verzögerte Tamedia-Zeitungen wegen Computerausfalls

Blick in die 20Minuten-Redaktion. Mehrere Zeitungen aus dem Tamedia-Verlag sind mit Verzögerung erschienen. (Bild: Keystone)

Da staunten wohl viele, als heute Morgen der Briefkasten noch leer war. Viele Zeitungen aus dem Hause Tamedia sind wegen IT-Problemen nicht oder zu spät gedruckt worden.

Veröffentlicht am 16.10.2013

Die Zeitungen «Tages-Anzeiger», «Der Bund», «Berner Zeitung» und weitere Tamedia-Produkte erscheinen am Mittwoch erst verzögert und in reduziertem Umfang. Ein Computerproblem hat am Dienstagabend mehrere Tamedia-Redaktionen lahmgelegt. Am Dienstagabend sind mehrere Rechner im Netzwerk der Mediengruppe Tamedia ausgefallen. Erst kurz nach Mitternacht habe die Störung behoben werden können, teilte das Medienunternehmen am Mittwochmorgen mit.

Kleinere Zeitungen

Für die Produktion einer Zeitung im üblichen Umfang reichte es da teilweise nicht mehr. Die Blätter «Tages-Anzeiger», «Der Bund» und «Berner Zeitung» erscheinen deshalb in reduziertem Umfang. Der «Tages-Anzeiger» zählt beispielsweise nur zwei statt wie üblich vier Bünde.

Teilweise hätten die Zeitungen nicht in alle Regionen zugestellt werden können, hiess es weiter. Gar nicht erscheinen werden der «Zürcher Unterländer» und die «Zürichsee-Zeitung», deren Abonennten erhalten eine Gratisausgabe gutgeschrieben. Das Wirtschaftsblatt «Finanz und Wirtschaft» kommt erst am Donnerstag statt wie üblich am Mittwoch heraus.

Keine Auswirkungen auf Westschweiz

Das Pendlerblatt «20 Minuten» wurde laut Mitteilung trotz Verzögerungen gedruckt und ausgeliefert. Mit einer «Berner Zeitung» vorlieb nehmen müssen die Abonnenten der Zeitungen «Berner Oberländer» und «Thuner Tagblatt». Keine Auswirkungen hatte das Computerproblem auf die Zeitungen in der Romandie.


Mitverfolgen liessen sich die Computerprobleme über Twitter, wo Redaktoren die Leser auf dem neusten Stand hielten. Die Mitteilungen und Bilder zeugen davon, dass die Redaktionen eine Nachtschicht einlegten.


Beim «Tages-Anzeiger» führte man gleich den Hashtag #TAshutdown ein - in Anlehnung an die als «shutdown» betitelte Stilllegung der US-Verwaltung. Kurz nach Mitternacht hiess es beispielsweise: «Wir planen mit Post-its an einer Notausgabe. Wir sind zuversichtlich.» Und später: «3 Uhr, die Zeitung ist im Druck».

(sda/tke/aho)

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