Die Vetropack-Gruppe ist 2017 fast in sämtlichen Belangen gewachsen. So überstieg die Zahl der abgesetzten Glasverpackungen erstmals die 5-Milliarden-Marke. Der Konzerngewinn machte einen Sprung nach oben. 

Der Glasverpackungshersteller Vetropack hat im vergangenen Jahr mit 5,07 Milliarden 4 Prozent mehr Glasverpackungen abgesetzt als im Vorjahr, wie Vetropack am Dienstag mitteilte. Der Umsatz erhöhte sich um 5 Prozent auf 631,5 Millionen Franken. Der Konzerngewinn stieg um 34 Prozent auf 57 Millionen Franken. Dabei haben auch Kursgewinne auf Euro-Guthaben mitgeholfen. 

Ausbau der Kapazität

Das Wachstum gelang der Gruppe dank einer weiterhin gestiegenen Nachfrage, einem Ausbau der Kapazität und stabilen Produktionskosten. So waren 2017 die Vetropack-Werke in der Schweiz, in Österreich, Kroatien, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Ukraine und Italien voll ausgelastet. Es kam laut Geschäftsbericht auch kaum zu Produktionsunterbrechungen wegen Wannenreparaturen. 

Den grössten Umsatzsprung mit über 25 Prozent erzielte Vetropack in Italien. Dieser Anstieg ist laut Geschäftsbericht jedoch lediglich auf die Übernahme der Verkaufsaktivitäten durch Vetropack Italia für den italienischen Markt zurückzuführen. Selber hat Vetropack Italia wegen Unterhaltsarbeiten weniger produziert. 

Stark in der Ukraine

Eine deutliche Steigerung der Erlöse gelang Vetropack jedoch in der Ukraine. Das stabilere Umfeld und erste Anzeichen eines wirtschaftlichen Aufschwungs habe es dieser Ländergesellschaft ermöglicht, die Verkäufe deutlich zu steigern, heisst es im Geschäftsbericht

In Tschechien dagegen sanken die Erlöse deutlich um 13 Prozent, was Vetropack mit der vermehrten Produktion von schweren aber margenträchtigeren Glasverpackungen begründet. Die Wertschöpfung in dieser Verkaufsregion hat entsprechend zugenommen. 

Dem Schweizer Vetropack-Glaswerk in Bülach gelang es laut Geschäftsbericht, in einem wettbewerbsintensiven Inlandmarkt das Volumen zu halten und das Exportvolumen zu steigern. Die Erlöse sanken im Inland leicht um 1 Prozent.

Günstige Marktbedingungen

Für das laufende Jahr geht Vetropack von weiterhin günstigen Marktbedingungen aus. Der Umsatz sollte darum 2018 leicht höher ausfallen als 2017, heisst es in der Mitteilung. 

Weil Vetropack im laufenden Jahr in die Produktionsanlagen investiert, erwartet das Unternehmen ein operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau. Beim Konzerngewinn geht Vetropack von einem tieferen Betrag aus, weil sich die hohen Kursgewinne aus dem Vorjahr voraussichtlich nicht wiederholen werden. 

Vom Gewinnsprung im letzten Jahr profitieren sollen auch die Aktionäre profitieren. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung einen Erhöhung der Dividende um 17 Prozent vor.

(sda/gku/mlo)

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