Der Glasverpackungshersteller Vetropack hat in den ersten sechs Monaten einen klar höheren Absatz als im Vorjahr erzielt. Aufgrund der Währungssituation und den Unruhen in der Ukraine entwickelte sich der Umsatz aber rückläufig. Die Gewinne vermochte die Gruppe aber stabil halten. Für das Gesamtjahr rechnet das Management mit anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen in der Ukraine. Umsatz und Erträge werden deshalb das Niveau des Vorjahres nicht erreichen.

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Abwertungen in Tschechien und der Ukraine

Der konsolidierte Bruttoumsatz sank um 1,2 Prozent auf 311,4 Millionen Franken, obwohl der Absatz um 5,5 Prozent auf 2,36 Milliarden Stück gestiegen ist. Diese Reduktion sei rein wechselkursbedingt gewesen, schreibt Vetropack im veröffentlichten Halbjahresbericht. Währungsbereinigt habe der Bruttoumsatz um 4,2 Prozemt gesteigert werden können. Insbesondere die tschechische Krone mit einer Abwertung um 10 Prozent und der Kurszerfall der ukrainischen Hrivna um 40 Prozent hätten zu dieser Entwicklung geführt.

Steigerung beim Betriebsgewinn

Beim Betriebsgewinn (Ebit) erzielte Vetropack hingegen eine Steigerung um 7,8 Prozent auf 32,2 Millionen. Die Verkaufspreise kamen aber unter Druck. Grund dafür sei die weiterhin angespannte Preissituation und der höhere Anteil an Bierflaschen, was zu tieferen Verkaufspreisen geführt habe, heisst es weiter. Dank tieferen Rohstoff- und Energiekosten konnte die Gruppe diesen Effekt aber mehr als kompensieren. Unter dem Strich verblieb ein Semestergewinn von 28,2 Millionen Franken im Rahmen des Vorjahres.

Ausblick negativ

Für das zweite Halbjahr rechnet das Management nicht mit wesentlichen Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld. Eine Ausnahme bildet jedoch die Ukraine, in der sich die politische Krise sukzessive zu einer wirtschaftlichen ausweite, schreibt Vetropack. Die angedrohte Kontingentierung von Energieträgern wie Gas und Strom, die Handels- und Logistikprobleme in den separatistischen und von Russland annektierten Gebieten sowie der Rückgang des Konsums würden sich auch auf das lokale Vetropack-Werk auswirken. Der zukünftige Währungsverlauf der Hrivna sei zudem eine weitere Unbekannte.

Angesichts dieser Einschätzung wird mit einem konsolidierten Umsatz unter dem Vorjahr erwartet und in der Folge werden auch die Ertragszahlen tiefer als 2013 ausfallen.

(awp/chb)