Die auf Glasflaschen spezialisierte Vetropack in Bülach hat im vergangenen Geschäftsjahr 2011 einen Umsatzrückgang von 8,3 Prozent auf 589,4 Millionen Franken verzeichnet. Der Reingewinn stieg dagegen um über die Hälfte auf 59 Millionen Franken.

Zur positiven Entwicklung beim Reingewinn hätten vor allem die verbesserte Margenstruktur sowie die im Vergleich zum Vorjahr tiefer ausgefallenen Kursverluste beigetragen, teilte das Unternehmen  mit.

Negativer Währungseffekt

Zum Umsatzrückgang habe der starke Franken geführt; währungsbereinigt habe der Umsatz um 1,6 Prozent zugenommen. Den negativen Währungseffekt beziffert Vetropack auf 9,9 Prozent.

Der Gewinn vor Steuern und Zinsen sank von 84,2 Millionen Franken auf 77,3 Millionen Franken, die Ebit-Marge konnte Vetropack aber bei 13,1 Prozent des Umsatzes halten.

In einem positiveren Umfeld konnte Vetropack 2011 den Fokus auf Glasverpackungen mit höherer Wertschöpfung legen. Zudem baute die Firma die tiefen Lagerbestände wieder auf, um flexibler auf die Märkte reagieren zu können.

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Investitionen in Österreich

Schwerpunkt der deutlich hochgefahrenen Investitionen von insgesamt 85,2 Millionen Franken bildete der Ersatz einer Schmelzwanne für Grünglas im österreichischen Werk Kremsmünster. Ferner tauschte Vetropack an mehreren Standorten die Glasblasmaschinen aus, um die Schmelzwannen besser auszulasten.

Der Verwaltungsrat beantragt eine Dividende von 35 Franken pro Inhaber- und von 7 Franken pro Namensaktie. Im Vorjahr hatte Vetropack an die Inhaberaktien 30 Franken plus eine Jubiläumsdividende von 15 Franken ausgeschüttet, auf die Namensaktien entfielen 6 Franken und 3 Franken Jubiläumsdividende.

Für das laufende Geschäftsjahr 2012 sieht das Unternehmen keine «deutlichen Anzeichen», dass sich die schrittweise Erholung des Marktes wie 2011 fortsetzen wird, schreibt die Unternehmensführung im Geschäftsbericht. Tendenziell sei von einer leichten Erhöhung der Nachfrage auszugehen. Genauere Angaben zum Ausblick gab es nicht.

(aho/sda)