Sie kamen – standesgemäss – mit ihren teuren Sportwagen italienischer oder deutscher Abstammung zum Mannschaftstreffen nach Feusisberg, doch den imposantesten Auftritt beim EM-Zusammenzug der Schweizer Nati-Kicker von Trainer Köbi Kuhn hatte Gelson Fernandes. Mit einem dunklen Range Rover Sport reiste Fernandes, ansonsten als «Mittelfeldmotor» in den Diensten von Manchester City stehend, in den Kanton Schwyz. Später, während der Fussball-EM, stellte sich heraus, dass Parallelen gezogen werden können zwischen Fahrer und Auto. Denn Gelson hatte von allen Kuhn-Kickern auf dem Feld stets den längsten Atem, stellte mannschaftsintern mit herabgespulten 12,04 km in 90 Minuten den Dauerläufer-Rekord auf. Genauso, wie die aktuellste Generation des Ur-Luxus-Offroaders ebenfalls die Auflagen ihres Pflichtenhefts erfüllt.

Sparsamkeit kann Spass machen

Mit 11 l/100 km im Dauerbetrieb lässt sich das immerhin leer 2,75 t wiegende Urgestein bewegen, vor allem dann, wenn man den V8-Diesel nicht auspowert. Das ist bis zu einem Drittel weniger als die Benziner-Versionen, die zwar – je nach Triebwerk – 300 oder 400 PS auf die Räder bringen, dafür einem aber an der Tankstelle Schrecken einjagen. Als moderat darf der Verbrauch des Selbstzünders eingestuft werden. Der Twin-Turbodiesel, die vierte Alternative für die Sport-Familie beim Range Rover, wurde denn auch bewusst von Anfang an entwickelt, um hohe Fahrdynamik auf der Strasse zu gewährleisten, um aber auch die harten Offroad-Standards der britischen Marke zu erfüllen. Deshalb glänzt das Triebwerk über das gesamte Drehzahlband mit enormen Reserven. Das Drehmomentmaximum von 640 Nm steht zwischen 2000 und 2500 U/min bereit. Noch wichtiger aber: 500 Nm liegen zwischen 1500 und 3700 U/min parat, was den Offroader überaus durchzugs- und spurtstark macht.

Das gilt auch fürs Gelände, wo sich der Range Rover getreu seiner Abstammung pudelwohl fühlt. Für gezielte Abstecher neben die Strasse besitzt er neben dem patentierten Turbo-Ölabsaugsystem eine optimierte Abdichtung und ein speziell entwickeltes Ansaugsystem, sodass auch 70 cm tiefe Wasserdurchfahrten oder andere harte Kiesgruben-Bedingungen, auch im schweizerischen Winter, sowie starke Neigungswinkel kein Problem darstellen. Diese Vorteile sind ebenso wie das Terrain-Response-System (passt in fünf Stufen die Eigenschaften des Fahrwerks und des Antriebs den jeweiligen Geländeeigenschaften an) grundsätzlich nicht neu, sondern markentypisch, ebenso – trotz Grösse und Gewicht – die problemlosen Fahreigenschaften ohne Schaukeln und Wanken, die Robustheit und der gebotene königliche Luxus und Komfort. Erstmals aber, und damit überzeugt der V8-Turbodiesel vollends, offerieren die Engländer einen Alleskönner, der flottes und sportliches Fahren garantiert, aber beim Verbrauch nicht überbordet. Dem Turbodiesel mit Partikelfilter ist der Erfolg deshalb hierzulande gewiss.

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