Das Investmentvehikel Liwet des russischen Milliardärs Viktor Vekselberg hat bei fünf Banken einen Kredit aufgenommen, um einen Teil der Verbindlichkeiten zu refinanzieren. Als Sicherheit verpfändete die Gesellschaft einen Grossteil ihrer Sulzer-Aktien.

Die Übernahmekommission hat dazu entschieden, dass Liwet mit den fünf Banken nicht in gemeinsamer Absprache handelt und keine Gruppe bildet, wie Sulzer mitteilte. Ein Angebotspflicht werde nicht ausgelöst.

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Stimmrechte verbleiben bei Renova

Liwet verpfändete 9,34 Millionen Sulzer-Aktien an die fünf Kredit gebenden Banken Natixis, Credit Suisse, JP Morgan, Société Générale und ING. Dies entspricht 27,26 Prozent aller Sulzer-Aktien und damit weniger als einem Drittel: ab diesem Schwellenwert würde ein Übernahmeangebot an alle anderen Aktionäre fällig.

Das Eigentum und die Stimmrechte an den betroffenen Sulzer-Aktien verbleiben während der gesamten Kreditlaufzeit bei der Renova-Tochter Liwet, vorbehältlich gewisser Sonderregeln im Falle einer Pfandverwertung. Darüber müssten die Banken die Übernahmekommission informieren, wie es hiess.

Vekselberg kontrolliert insgesamt rund 31 Prozent der Sulzer-Aktien. Der Investor hält unter anderem auch fast die Hälfte der Anteile am Industriekonzern Oerlikon und ist unlängst beim Stahlkonzern Schmolz + Bickenbach eingestiegen.

(jev/aho/sda)