Vor allem dank eines starken Geschäfts in Deutschland hat der Keramikhersteller Villeroy & Boch im ersten Halbjahr Umsatz und Gewinn gesteigert. Die Nettoerlöse legten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,4 Prozent auf 379,3 Millionen Euro zu, wie das Unternehmen am Freitag in Mettlach mitteilte. Auf dem Heimatmarkt kletterte der Umsatz um 6,0 Prozent auf 109,5 Millionen Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg ohne Sondereinnahmen aus dem Verkauf einer Immobilie in Schweden um 13,4 Prozent auf 13,5 Millionen Euro. Unter dem Strich legte das Konzernergebnis von 5,1 auf 7,3 Millionen Euro zu.

Die Sparte Bad und Wellness setzte 247,5 Millionen Euro um - 5,8 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2013. Besonders gefragt waren Badmöbel und wassersparende Toiletten. Neben dem Umsatzplus in Deutschland gab es deutliche Erlöszuwächse in China, Russland und Osteuropa. In der Sparte Tischkultur stieg der Umsatz um 4,8 Prozent auf 131,8 Millionen Euro.

Wachstum möglich aber zerbrechlich

Insgesamt erwartet Villeroy & Boch 2014 weiter ein Umsatzplus von drei bis fünf Prozent, das operative Ergebnis soll mehr als fünf Prozent über dem des Vorjahres liegen. Es sei ein moderates Wirtschaftswachstum zu erwarten, sagte der Vorstandsvorsitzende Frank Göring. Unsicherheiten gebe es auf den Finanz- und Rohstoffmärkten. Schwer einzuschätzen sei die Entwicklung des Ukraine-Konflikts, der sich auf den Wachstumsmarkt Russland auswirken könnte.

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(awp/lur/gku)