Die französische Unternehmenskette Virgin Megastore will am Mittwoch vor einem Handelsgericht Antrag auf Insolvenz stellen. Das teilte eine Sprecherin der Musikhandelskette, die vor allem Tonträger und Bücher verkauft, in Paris mit.

Ein vom Gericht eingesetzter Insolvenzverwalter soll nun binnen vier bis sechs Monaten eine Lösung für den strauchelnden Konzern finden, dessen 26 Filialen unter rückläufigen CD-Verkäufen und versäumten Investitionen in digitale Expansionsfelder leiden.

«Eine Reihe von Problemen hat sich angesammelt», räumte die Firmensprecherin ein. Zuvor hatten Firmenvertreter zwei Tage lang mit den rund 1000 Beschäftigten getagt. Auch der Hauptanteilseigner Butler Capital Partners wurde hinzugezogen.

Der Sprecherin zufolge hat Virgin Megastore seit drei Monaten keine Miete mehr bezahlt. Weitergehende Angaben zur Schuldenlage wollte sie nicht machen. Von der Pleite ist auch das bekannteste Virgin-Flaggschiff am berühmten Pariser Champs-Élysées betroffen.

(rcv/aho/sda)