Die Geschäfte bei den Kreditkarten-Anbietern laufen glänzend: Nach Mastercard und American Express hat auch Marktführer Visa von der gestiegenen Kauflust seiner Kunden profitiert. Im ersten Geschäftsquartal, das bis Ende Dezember lief, verdiente Visa unterm Strich 1 Milliarde Dollar und damit 16 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Firmenchef Joe Saunders sprach am Mittwoch von einer «soliden Leistung». Die Börsianer stimmten mit ihm überein, Visa hatte ihre Erwartungen übertroffen. Nachbörslich stieg die Aktie um 3 Prozent. Durch die Hände von Visa flossen von Oktober bis Dezember 994 Milliarden Dollar - ein Zuwachs von 11 Prozent. Die Zahlungen über die Grenzen hinweg legten sogar um 13 Prozent zu - etwa durch Bestellungen im Ausland oder Urlaube. Bei den Rivalen hatte das Bild ähnlich ausgesehen.

Visa verleiht das Geld nicht selbst

Visa ist dabei am ehesten mit Mastercard zu vergleichen. Die beiden Firmen verleihen das Geld nicht selbst an die Kunden, sondern übernehmen nur die Abwicklung der Zahlungen und kassieren dafür Gebühren. Hinter dem eigentlichen Kredit stehen die Partnerbanken.

American Express hingegen vergibt auch den eigentlichen Kredit. Bei Visa stiegen die Einnahmen des Unternehmens um 14 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar. Im Gesamtjahr rechnet das Management ebenfalls mit einem Wachstum in dieser Grössenordnung.

(muv/chb/sda/awp)