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Abgaben
Visa und Mastercard wollen Gebühren senken

Visa und Mastercard: Gebühren für Konsumenten sollen sinken. Keystone

Wer mit der Kreditkarte bucht, muss teils happige Aufschläge zahlen. Doch im August werden die Zusatzgebühren abgeschafft. Visa und Mastercard wollen die Ersparnis an den Konsumenten weitergeben.

Von Jorgos Brouzos
am 03.06.2015

Die Kartenfirmen Visa und Mastercard fordern Händler dazu auf, den Konsumenten keine Aufschläge mehr zu belasten. Dies zeigen Recherchen der «Handelszeitung». Wer mit Kreditkarte bezahlen will, wird gerade in der Reisebranche und bei Elektronikhändlern mit teils happigen Zusatzkosten bestraft. Doch bald ist Schluss mit diesem Ärgernis. Per 1. August sollen die Kommissionen für das Bezahlen mit Plastikgeld verschwinden. Darauf jedenfalls drängen die grossen Kreditkartenfirmen Visa und Mastercard.

Hintergrund ist ein Entscheid der Wettbewerbskommission. Demnach sinken für die Händler ab August die Gebühren für Kartentransaktionen markant. Im Gegenzug sollen nun die Aufschläge der Händler für Kartenzahlungen wegfallen, fodert die Kartenindustrie. «Die Verarbeitungskosten für den Handel werden sinken. Davon muss der Endkonsument profitieren», sagt Guido Müller, Schweiz-Chef von Mastercard. Auch Konkurrentin Visa wird bald alle betroffenen Parteien auf das Verbot des Zuschlags für Kreditkarten hinweisen, wie eine Sprecherin bestätigt.

Gleichbehandlung für Bargeld, Debit- und Kreditkarten

Allerdings können die Kartenanbieter die Händler nicht zwingen, auf Zusatzgebühren zu verzichten. Sie sind darauf angewiesen, dass Zahlungsdienstleister wie beispielsweise Marktführerin Six die Händler auffordern, die Aufschläge für Kreditkartenzahlungen von Mastercard und Visa zu streichen. Bei Six zeigt man sich dem Anliegen der Kartenfirmen gegenüber aufgeschlossen. Man informiere die Händler seit einiger Zeit darüber, dass per August alle gängigen Zahlungsmittel – wie Bargeld, Debitkarten, Kreditkarten – gleich behandelt werden müssten.

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