Der Kreditkartenkonzern Visa hat während der Eröffnung des neuen Innovation Centers in London angekündigt, dass ihre Token-Technologie bis Ende 2017 in mehr als zwölf europäischen Ländern zur Verfügung stehen wird. Mit der Anwendung werden Kontodaten durch eine digitale Identifizierung («Digital Identifier») ausgetauscht. Bereits in 27 Ländern kennt man die Technologie, unter anderem in der Schweiz sowie in Frankreich, Irland, Polen und Grossbritannien.

Immer mehr Händler in Europa verwenden Terminals, die das kontaktlose Bezahlen mit Karte oder mobilen Geräten unterstützen. In Europa wird laut einer Medienmitteilung der Firma in folgenden Handelssegmenten am häufigsten mit mobilen Geräten bezahlt: Restaurants, Supermärkte, Transits, Take-aways, Freizeit und Unterhaltung.

Google und Apple im Boot

Die Token-Technologie wurde 2014 von Visa entwickelt und bildet die Grundlage für mobiles Bezahlen. Die Technologie ist Bestandteil von Apple Pay und Android Pay, die auch in der Schweiz genutzt werden können.

Wird mit einem mobilen Gerät bezahlt, geben europäische Konsumenten im Geschäft durchschnittlich rund neun Euro und online 41 Euro aus. Bei Auslandsreisen haben europäische Konsumenten ihre mobilen Geräte bereits in 91 Ländern zum Bezahlen eingesetzt. Mehr als 1,2 Millionen Händler in Europa akzeptieren kontaktlose Zahlungen per Karte oder über mobile Geräte.

(chb)