Trotz nach wie vor roten Zahlen glaubt Konzernchef Markus Voegeli daran, mit dem seit Jahren kriselnden Modehändler Charles Vögele die Ertragswende zu schaffen. «Es gibt einen Markt für uns», sagt Voegeli im Interview mit der «Handelszeitung». Und weiter: «Wir fokussieren uns auf Familien, die gute Qualität zu guten Preisen wollen. Und wir haben in der Schweiz beste Standorte und viele Stammkunden.» Das Unternehmen sei kostenseitig mittlerweile so aufgestellt, dass es nur noch etwas Umsatzwachstum brauche, um die Gewinnschwelle zu überschreiten.

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Erste Anzeichen in die richtige Richtung hat Voegeli bereits ausgemacht: «Wir erholen uns langsam wieder.» In den wichtigen Sortimentsbereichen Damen, Herren und Kinder sei die Entwicklung zuletzt entweder stabil oder positiv gewesen. Unterstützen will Voegeli das durch eine Straffung des Sortiments: «Heute haben wir zum Beispiel zu viele Blusen in viel zu vielen Farben und Mustern. Das verwirrt.»

Vögele müsse den Kundinnen wieder klar sagen: «Das ist Bluse, die man kaufen muss.» Gerne würde Voegeli auch den Internet-Shop forcieren, sagt aber: «Wir haben derzeit nicht die Mittel, um wie Zalando Unsummen in das Online-Geschäft zu investieren». Aktuell setzt Vögele mit seinem Internetladen weniger als 10 Millionen Franken um und arbeitet nicht profitabel.

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