Auf mehr als zehn Millionen Franken beziffern sich die Kosten für die zwölf Folgen der Castingshow «The Voice of Switzerland», wie Recherchen von «SonntagsBlick» ergeben. Zum Vergleich: Eine Staffel der Schweizer Ur-Castingshow «MusicStar» kostete knapp sechs Millionen Franken.

Hoch auch die Entlöhnung der Jury: Während bei «MusicStar» die Juroren zum Teil bis 5000 Franken pro Folge kassierten, sahnen jetzt Stefanie Heinzmann, Philipp Fankhauser, Stress und Marc Sway deutlich mehr ab. Und so sind die Gesamtkosten von «The Voice» vergleichbar mit jenen des deutschen Pendants, die laut Brancheninsidern bis zu einer Million Euro pro Show betragen – rund 1,225 Millionen Franken.

«‹The Voice› ist allgemein eine qualitativ und technisch sehr aufwändig produzierte Show, das ist in allen Ländern so», erklärt SRF-Sprecher Martin Reichlin. «Für die Kosten in der Schweiz sind selbstverständlich die hier geltenden Rahmenbedingungen über Löhne, Sozialabgaben, Mieten oder Materialkosten massgebend.»

Anzeige

Intern soll sich beim SRF Unmut breitmachen. Müssen doch andere Redaktionen auch wegen der immensen Kosten der Castingshow Einsparungen in Kauf nehmen. Trotzdem scheint eine zweite Staffel bereits beschlossene Sache – man munkelt, dies sei allein schon zur Wiederfinanzierung des teuren Studiosets notwendig.

(chb)