Die Leitung des Volg-Ladens in Pieterlen BE hat die Angestellten gezwungen, für den «Schaden» aufzukommen, wenn Waren das Verfalldatum erreichten. Und wenn die Kassenbeträge nicht stimmten, musste das Personal für die Differenz aufkommen.

Nun hat Volg den betroffenen Angestellten mehrere tausend Franken «Strafgeld» zurückgezahlt, wie die Sektion Biel-Seeland der Gewerkschaft Unia mitteilte. Die Volg Detailhandels AG bestätigte die Darstellung der Unia auf Anfrage.

Die Unia führt ihren Erfolg auf den Druck zurück, den sie mit einer Petition zugunsten der Angestellten aufbaute. Wegen des schlechten Arbeitsklimas in Pieterlen hätten innerhalb von sechs Monaten sechs Angestellte gekündigt.

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Volg sagt, schon bei den ersten Anzeichen auf eine Verletzung der internen Regeln habe die Direktion in Pieterlen eingegriffen, also noch bevor sie von der Petition erfahren habe. Es handle sich um einen bedauerlichen Einzelfall. Die internen Kontrollen seien verstärkt worden.

(chb/sda)