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Detailhandel
Volg: Hitze heizt Umsatz an

«Tessin? Finger weg!» Volg-Chef Ferdinand Hirsig über Expansion in der Schweiz.
 Quelle: Gian Paul Lozza/13 PHOTO

Der Jahrhundertsommer hat die Umsätze bei Volg angetrieben. Dafür tut sich die Gruppe mit der Romandie-Expansion schwerer als gedacht.

Von Andreas Güntert
am 29.08.2018

Die Dorfladen-Kette Volg ist im ersten Halbjahr 2018 beim Umsatz um 2 Prozent gewachsen. Das sagt Volg-Chef im Gespräch mit der «Handelszeitung».

Hirsig  führt das zu einem guten Teil auf den unüblich warmen Sommer zurück: «Heiss ist gut, weil unsere Kunden dann keine Lust haben, ins Shoppingcenter zu reisen.» Aufs ganze Jahr hinaus rechnet Hirsig «mit einem Plus zwischen 1,5 und 2 Prozent».  

Diffizile Romandie

Harziger läuft es für die Fenaco-Tochter in der Romandie. Ende 2011 setzte Volg zum Sprung über den Röstigraben an. Ziel damals: siebzig Läden bis 2015. Aktuell steht man erst bei fünfzig. Man habe nicht genügend Läden gefunden, die sich für eine Übernahme geeignet hätten, sagt Hirsig.

Am Sortiment könne es nicht liegen, denn dieses habe man auf die lokalen Vorlieben abgestimmt. Romands funktionierten bei den Themen Charcuterie und Molkerei anders als die Deutschschweizer. Ebenso beim Wein: «Spezialitäten aus der Deutschschweiz kann man in der Romandie nicht verkaufen.»  

«Tessin: Finger weg»

An eine Expansion in den Südkanton denkt der Volg-Chef nicht: «Das Konsumverhalten der Tessiner spielt sich faktisch im Ausland ab. Für uns gilt punkto Tessin: Finger weg.»

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