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Volg: Romandie und Medikamente sollen Wachstum bringen

Wie hier im Kanton Glarus sieht Volg auch Expansionsmöglichkeiten in kleinen Gemeinden. (Bild: Keystone)

Auch mit kleinen Filialen noch grösser werden, das ist das erklärte Ziel von Volg. Besonders in der Westschweiz investiert der Detailhändler in den kommende Jahren weitere Millionen und nimmt neue Pro

Von Benita Vogel
am 13.06.2012

Der Ostschweizer Detailhändler Volg hat in den ersten fünf Monaten den Umsatz steigern können. «Über alles liegen wir umsatzmässig 2,5 Prozent im Plus», sagt Volg-Chef Ferdinand Hirsig im Interview mit der «Handelszeitung». Die ersten drei Monate seien super gelaufen. «Der April aber war eine Katastrophe – einen so schlechten Monat habe ich noch nie erlebt. Der Mai war dann wieder gut», so Hirsig.
 
Volg plant in den nächsten Jahren bis zu 25 Millionen Franken in die Expansion in die Westschweiz zu investieren. Dort will Volg bis in drei Jahren 70 Volg-Läden eröffnen. «Für die Neueröffnung einer Filiale müssen wir 300'000 bis 400'000 Franken in die Hand nehmen. Bei 70 Filialen kommt man also auf rund 25 Millionen Franken», sagt Hirsig im Interview mit der «Handelszeitung».

Das sei aber lediglich eine theoretische Summe, da nicht alle Läden auf einmal eröffnet werden. «Wenn wir nach fünf Filialen sehen, dass es nicht funktioniert, werden wir kaum weiter ausbauen», so Hirsig. Ob Volg in der Romandie Erfolg haben werde, wisse er nicht. «Wir glauben, die Chance dass es klappt, ist grösser als das Risiko, dass es nicht klappt.»

Weisse Flecken in der Innerschweiz
 
Expansionsmöglichkeiten sieht Hirsig auch in Gemeinden mit maximal 2000 Einwohnern, die kein Lebensmittelgeschäft mehr haben. «Weisse Flecken gibt es einige im Mittelland, im Berner Seeland und in der Innerschweiz», meint Hirsig.
 
Auch neue Sortimente sind ein Thema. «Ich könnte mir vorstellen, dass wir künftig ein kleines Sortiment an Medikamenten anbieten, zum Beispiel Schmerzmittel. Oder dass wir für Leute, die Medikamente auf Rezept brauchen, diese organisieren», so Hirsig.
 
Ein Vorstossen in Städte kommt für den Detailhändler hingegen nicht in Frage. «Dann verlassen wir die Nische. Ein Volg am Paradeplatz in Zürich wäre eine schöne Attraktion für japanische Touristen. Sonst ist es etwa so lächerlich wie ein Prada-Shop in Muotathal», ist Hirsig überzeugt.

Weitere Details zum Thema lesen Sie in der akutellen Ausgabe der «Handelszeitung», ab Donnerstag am Kiosk.

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